Welcher Käse gehört auf eine Käseplatte?

Eine Käseplatte besteht aus verschiedenen Käsesorten mit einem mild-feinen bis würzig kräftigem Geschmack. Wird die Käseplatte als Käseteller angerichtet, so ist dieser im Uhrzeigersinn beginnend bei „6 Uhr“ ganz nach der Gaumenlogik von mild bis würzig aufgebaut.

Für einen vielseitigen Käseteller werden mehrere Käsesorten, mindestens vier bis fünf verschiedene, ausgewählt. Als Starter eignet sich Frischkäse, gefolgt von Weichkäse mit weißem Edelschimmel, Weichkäse mit edler Rotkulturreifung, Schnittkäse, Hartkäse und Käse mit blauem oder grünem Edelschimmel. Speziell bei Hartkäse können auch verschiedene Reifestufen beim Vorarlberger Bergkäse g.U. von mild mit 3 Monaten bis kräftig würzig mit mindestens 10 Monaten eine geschmackliche Vielfalt auf den Käseteller bringen.

Wer die Käseplatte noch attraktiver gestalten möchte, kann Walnüsse oder Früchte wie Trauben, Äpfel oder Birnen und spezielle Saucen wie z.B. Feigen-Senf zur Käseplatte hinzureichen.

Tipp zur Schneidetechnik von Käse. Siehe Abbildung oben.

Welcher Wein passt zu welchem Käse?

Mild-feiner Käse

Einen mild-feinen Käsegeschmack haben vor allem Frischkäse und milde Weich- und Schnittkäsesorten. Zu Frischkäse harmoniert ein leichter bis mittelgewichtiger Wein wie Welschriesling, Riesling oder auch Winzersekte. Zu Weich- und Schnittkäse kann ein fruchtbetonter Wein wie Grüner Veltliner, Weißburgunder oder Sauvignon Blanc gereicht werden.

G’schmackiger Käse

Typisch g’schmackiger Käse kann ein Weich- und Schnittkäse sein, welcher mit spezifischen Kulturen gereift wurde. Diese Käsekategorie ist sehr vielseitig und dazu passen sowohl Weiß- als auch Rotweine. Diese reichen von mittelgewichtigen trockenen Weißweinen wie Veltliner, Riesling, Sauvignon Blanc oder gelber Muskateller bis zu Rotweinen wie Zweigelt, Blaufränkisch oder Cuvées. 

Würzig-kräftiger Käse

Einen würzig-kräftigen Geschmack erreichen Weich-, Schnitt- und Hartkäse mit ausgeprägter Reifung wie Rotkulturen oder Edelschimmel und meist mit Naturrinde. Beispiele sind Vorarlberger Bergkäse, Emmentaler oder Österkron. Zu diesem intensiven Käsegeschmack harmonieren sehr gut Weißweine wie Veltliner Smaragd aus der Wachau, Reserve, kräftige steirische Lagenwein oder ein Süßwein von der Auslese bis zu Eiswein.

Mit welchen Nährstoffen tragt Käse zu einer ausgewogenen Ernährung bei?

Käse ist ernährungswissenschaftlich ein wichtiger Baustein, denn alle hochwertigen Nährstoffe der Milch wie Eiweiss, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, insbesondere Kalzium sind im Käse enthalten:

Eiweiß:

Käse besteht zu 10 bis 30% aus Eiweiß, abhängig vom Fettanteil. Schon 100g Käse decken bis zu 45% der empfohlenen Tageszufuhr an Eiweiß und ist deshalb ein idealer Spender für Personen mit erhöhtem Eiweiß-Bedarf wie Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Sportler.

Kalzium:

Milch und Käse sind natürliche Kalziumquellen. Dieser wichtige Mineralstoff für gesunde Knochen und Zähne wird vielfach nicht ausreichend über die Nahrung aufgenommen, weshalb es, gerade bei Kindern, sehr wichtig ist, Käse und andere Milchprodukte in der täglichen Ernährung zu integrieren.

Cholesterin:

Der Cholesterin-Gehalt bei Käse ist grundsätzlich niedrig und pendelt zwischen 10 mg im Quargel und 100mg im Rahm-Brie pro 100g Käse. Konsumenten, die aus gesundheitlichen Gründen auf ihre Cholesterinaufnahme achten müssen, haben mit fettarmen Käsevarianten eine gute Alternative.

Vitamine und Mineralstoffe:

Vitamine unterscheidet man in fettlösliche (A, D, E, K) und wasserlösliche Vitamine. Besonders das  für Augen, Haut, Schleimhäute sowie Zellen und Knochen benötigte Vitamin A ist im Käse dominant vorhanden. Für die tägliche Kalziumversorgung ist das in Käse ausreichend enthaltene Vitamin D wichtig, da dieses die Aufnahme von Kalzium im Darm fördert. Weitere wasserlösliche Vitamine im Käse sind B1, B2, B6, B12 und Folsäure sowie mit Phosphor, Kalium, Zink und Jod wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente.

Fettgehalt

Der Fettgehalt von Käse ist je nach Sorte unterschiedlich. Allgemein macht Fett den Käse vollmundiger, geschmacksintensiver und geschmeidiger, jedoch gibt es auch Sorten mit sehr niedrigem Fettanteil. Der Fettgehalt wird üblicherweise in Fett i. Tr. angegeben.

Welcher Käse darf mit einer Laktoseintoleranz gegessen werden?

Bei Käse wird der Großteil des Milchzuckers, die Laktose, bereits bei der Herstellung mit der Molke abgeschieden. Der Rest der Laktose wandelt sich während der Reifung in Milchsäure um, weshalb Käse mit einer Reifezeit von mehr als 6 Wochen auf natürlichem Weg laktosefrei ist.

Ein Beispiel für solch einen Käse ist der Vorarlberger Bergkäse g.U., welcher während der Reifung von mindestens 3 bis zu mehreren Monaten die Laktose abbaut.

Zusätzlich gibt es im Kühlregal speziell laktosefrei produzierte Produkte wie das Rupp Feinste Streich Laktosefrei Eckerl, um laktoseintoleranten Menschen jeden Käsegenuss zu ermöglichen.

Darf Käse in der Schwangerschaft gegessen werden?

Auf Käse muss während der Schwangerschaft nicht verzichtet werden, zumal Käse auch ein guter Lieferant von wichtigen Nährstoffen für den Körper ist.

Wegen der Gefahr auf Listeriose sollte jedoch auf Rohmilchkäse und Sauermilchkäse verzichtet werden. Käse aus Rohmilch muss für eine einfache und schnelle Erkennung  in der Zutatenliste klar mit Rohmilch deklariert werden.

Weiter wird generell während der Schwangerschaft empfohlen, die Rinde vorsorglich bei allen Käsesorten zu entfernen.

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